Letztes Feedback

Meta





 

Kürbis-Monologe

Stück in 3 Akten 2 Prologen und 1 Epilog

Prolog 1:  Regieanweisung: Verschlossener Vorhang, während linksseitig sich langsam der Vorhang öffnet und eine rotbehandschuhte Hand sichtbar wird, geht rechtsseitig wie an einer Schnur gezogen ein kürbisförmiger orangeroter von innen angeleuchteter Kürbis hoch aus dessen rundgeöffnetem Mund scheinbar Laute kommen (wollen) erst hauchend dann immer artikulierter...

Währenddessen ist die  Gestalt ganz sichtbar geworden: ein Mann in kuriosgroß kariertem Jackett , aus dessem oberen Seitentasche ein überdimensionierter Pfeifenkopf ragt, die weitausgeschlagenen mit hellbraunen Seitenstreifen versehenen Hosen haben einen Aufschlag, der an die 2oer Jahre erinnern könnte. Zusätzlich trägt der Herr eine Golfkappe mit großem Schirm und heruntergezogenen Ohrklappen. Rotgeschminkte Botox-Lippen und fast weißgekalktem Gesicht spricht er mit hoher Fistelstimme das Publikum an:

"Verehrte Anwesende, hierorts präsentieren wir, das sind 13 Personen, ein Treffen anläßlich eines betrüblichen Todesfalles.

Es handelt sich um meinen langjährigen Freund , schon seit unseren gemeinsamen Internatsjahren, um dessen Urne wir uns nunmehr versammelt haben, um ihn zu würdigen, je mehr noch, um herauszufinden, um was es sich für ein Mensch handelte.

Er war Bibliothekar, Buchhändler, Antiquar, in späten Alter, Reisender in Sachen Kunst und Literatur. gemäß seines Namens:

Jeremy Peregrin, alias Mogli auch Marcel Mogli (seines Künstlernamens)

Aber sehen Sie selbst.

 Regieanweisung: Inzwischen ist der Kürbislampion ganz oben angelangt, daraus ein bewundernder Seufzer: "Woww! Nicht schlecht mein lieber Odo, man darf gespannt sein."

Odo dreht sich noch beim Abgehen um und droht dem sprechenden Lampion, du hältst dich bitte jetzt raus!

Dunkel. Und Sekunden später hebt sich der Vorhang und sichtbar wird ein großzügig ausgestatteter Salon mit Ledersofas und Ledersesseln , auf einem weitausladendem Sideboard eine schwarzglänzende Urne, umrahmt von 2 Vasen, in denen jeweils zwei weiße Tulpen ihre halbgeöffneten Blütenkronen zuneigen. Ein überdimensionaler Fernsehschirm ist wohl nicht zufällig im geografischem Mittelpunkt plaziert.

Dieser erhellt sich zunehmend und gibt den Blick frei auf einen Kanal - es ist unschwer an einem eingeblendeten Schild zu erkennen, dass es sich um den Mittellandkanal handelt. Langsam gleiten Bilder der Dia-Show an den Augen der Betrachter vorbei. Bad-Bevensen, ein frisch aus dem Wasser gezogenes Touren-Rad. Leichtes Sattelgepäck, eine mit goldengefärbtem Alufolie überzogene Gestalt fast im rechten Winkel zum schmutzig gefärbtem Wsserrand. Polzisten.

Die lose in den Sitzgelegneheiten gruppierten Personen werden immer unruhiger. Eine kleine schmale Frauengestalt hat sich inzwischen in langsamen Bewegungen an die Kante des Sideboards genähert und steht nun still und aufmerksam das Gesicht dem Publikum zugewandt. Prompt kommt nun auch der genannte Odo nahe an sie heran.  Er hält einen kleinen Silbernen Telecommander in der linken Hand und richtet ihn zum Bildschirm der augenblicklich schwarz wird. Der Vorhang geht zu und Sekunden später wieder auf.

1 Akt 1. Szene:
Ein grossgewachsener Mann hat sich neben Odo gestellt.
Guten Tag meine Damen,meine Herren. Ich darf mich kurz vorstellen.
Mein Name ist Roland Kaiser. Ich bin leitender Oberstaatsanwalt am Landgericht Hannover. Odo und ich kennen uns seit mehr als 20 jahren
,seit er sein erstes Drehbuch zum Hannover-Tatort schrieb und mich mit Fragen zum Fach loecherte.
Kurz, ich bin hier, weil er mich eingeladen hat, nicht zuletzt, weil ich die Untersuchungen leitete, ob hier ein Fremdverschulden vorliegt. Aber (er zeigt mit expressiven Gestus aufgrund die Urne) wie Ihr seht, es war - so bedauerlich es ist, ein Unfall.

2. Akt, 3. Szene:

(Auf dem etwas über dimensionierten Bildschirm erscheint das stark geschminkte Gesicht einer ca 60 jährigen Frau. Ihre Stimme klingt etwas schrill, Dissonant.)
"Ich danke zunächst Herrn van Oogs Einladung, zu dieser Veranstaltung sprechen zu dürfen, möchte aber einschränkend darauf hinweisen, dass ich mich nicht in Lage sehe, viel positives zu dem Verstorbenen beizutragen. Immerhin war ich fast 18 Jahre mit ihm liiert.

16.1.16 17:54

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen